Keratokonus – was ist das?
Keratokonus ist eine Erkrankung der Hornhaut – also des klaren „Fensters“ an der Vorderseite des Auges. Dabei wird die Hornhaut nach und nach dünner und instabil und wölbt sich kegelförmig nach vorne. Durch diese unregelmäßige Form wird das Licht nicht mehr korrekt gebündelt. Die Folge sind verzerrtes oder verschwommenes Sehen, zunehmende Kurzsichtigkeit und oft auch Blendempfindlichkeit.
Der Begriff setzt sich aus „keratos“ (griechisch: Hornhaut) und „conus“ (lateinisch: Kegel) zusammen.
Typische Merkmale
- Ausdünnung der Hornhaut: weniger Stabilität und Belastbarkeit
- Kegelförmige Vorwölbung: die Hornhaut verändert ihre Form
- Sehverschlechterung: unscharfes Sehen, Doppelbilder, Lichtkränze (Halos) oder Schlieren
- Langsamer Verlauf: häufig schleichend, manchmal in Schüben
- Meist beide Augen betroffen: oft unterschiedlich stark ausgeprägt
Häufige Symptome
- häufige Änderungen der Brillen- oder Kontaktlinsenstärke
- verschwommenes, verzerrtes Sehen
- erhöhte Lichtempfindlichkeit (Photophobie)
- stärkere Blendung, vor allem nachts (z. B. durch Scheinwerfer)
- Kopf- oder Augenbeschwerden durch die Sehanstrengung
Behandlungsmöglichkeiten
Je früher Keratokonus erkannt wird, desto besser lässt sich der Verlauf stabilisieren:
- Frühes Stadium: Spezial-Kontaktlinsen (z. B. formstabile oder individuell angepasste Linsen) zur bestmöglichen Sehkorrektur
- Stabilisierung: Hornhautvernetzung (Crosslinking), um die Hornhaut zu kräftigen und ein Fortschreiten zu bremsen
- Fortgeschrittenes Stadium: In schweren Fällen kann eine Hornhauttransplantation notwendig sein
Warum eine frühe Diagnose so wichtig ist
Spezielle Messungen wie die Hornhauttopographie können Veränderungen früh sichtbar machen. Eine rechtzeitige Abklärung hilft, die Erkrankung zu stabilisieren und die Sehfähigkeit möglichst lange zu erhalten.



